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Lebensraum-Preis

Bisherige Preisträger/innen

Kurztexte / Begründungen

 

2013 Autorengruppe rund um die Zeitschrift «KARTON – Architektur im Alltag der Zentralschweiz» Die Qualität des bebauten Lebensraums, dessen Errungenschaften und Gefährdungen, kommt heute in den Medien eher selten zum Zug. Diese Lücke, nimmnt die Autorengruppe der Zeitschrift „KARTON – Architektur im Alltag“ zum Anlass, sich für einen künstlerisch und ökologisch wertvollen Lebensraum Zentralschweiz einzusetzen. Sie tut dies, indem sie auf kreative, interdisziplinäre Weise, nämlich an wichtigen Zusammenhängen und Querbezügen interessiert, seit nunmehr zehn Jahren hartnäckig und systematisch die Bedeutung des öffentlichen Raums als eines gestalteten Lebensraums beschreibt, betont und reflektiert.
2011 Esther und Hanspeter Bisig in Sursee, Beat Bossert in Willisau, Rachel und Rebekka Bünter in Neuenkirch Die drei Preisträger stehen für eine engagierte, nachhaltige und kreative Kulturarbeit auf dem Lande ein: Esther und Hanspeter Bisig-Bächler mit zahllosen kulturellen, ökologischen und sozialen Initiativen; Beat Bossert, der als Betreiber des Kinos „Mohren“ und der Cinébar seit Jahren nicht nur ein attraktives Filmprogramm, sondern auch das Überleben des einzigen Luzerner Landkinos sichert; in Neuenkirch enstand mit den theaterspielenden Geschwistern Rachel und Rebekka Bünter mit dem „theater bunterbünter“ ein Begegnungsort und ein spannendes und vielfältiges Kulturprogramm.
2010 Sentitreff und
«Zusammen leben im Gebiet Maihof-Löwenplatz»

Der Stiftungsrat zeichnet mit dem Lebensraum-Preis 2010 an den Sentitreff und an «Zusammen leben im Gebiet Maihof-Löwenplatz» zwei Vereine aus, die mit ihren Impulsen und Angeboten mustergültig beitragen zu einem menschenfreundlichen Quartierleben in der Stadt Luzern.
2009 Pro Natura Luzern Der Stiftungsrat anerkennt mit dem Lebensraum-Preis 2009 an die Sektion Luzern von Pro Natura die zahl- und erfolgreichen Aktivitäten der Naturschutzorganisation im Seetal. Ausgezeichnet wird – so der Stiftungsrat – vor allem „die vorbildliche Haltung, mit der die Exponenten von Pro Natura die Interessen von Natur und Landschaft mit den Interessen der verschiedenen Nutzer zu versöhnen vermochten – zum Vorteil aller“. Das sei nur möglich gewesen durch das sorgfältige und engagierte Wirken einzelner Personen, getragen von einer Verbandspolitik, die sich „klug querstellt, wo ökonomischer Profit das ökologische Profil der Region zu beschädigen droht“.
2008 An die interkulturellen Vermittlerinnen und Vermittler im Kanton Luzern für ihre aktive Verständigungsarbeit auf und an der Grenze zwischen den Kulturen, für ihr engagiertes Wirken beim alltäglichen Brückenschlag zwischen Migrant/innen und Schweizer/innen, letztlich für ihren unspektakulären, aber nachhaltigen Beitrag zu einem friedlichen multikulturellen Lebensraum Luzern.
2007 Drei Ingenbohler Schwestern
 in Willisau
Der Stiftungsrat anerkennt mit dem Lebensraum-Preis 2007 eine Haltung und ein Engagement, die von den drei Ingenbohler Schwestern Annarose Schönenberger, Damian Wüest und Irene Leib sowie dem Heimteam in exemplarischer Weise vor-gelebt werden: die bedingungslose Annahme des alten, behinderten oder hilfebedürftigen Menschen, der Mut, die Gestaltung des Heims ganz auf seine Bewohnerinnen und Bewohner auszurichten, und der nachhaltige Einsatz für ein Heim, das dank ihnen auch ohne Krankenkassen-Zusatzleistungen weitergeführt werden kann.
2006 Entlebucher Kunstverein Als Anerkennung dafür, dass er eine ganze Talschaft mit mustergültigen kulturellen Initiativen profiliert und bereichert. Namentlich seit seinem Projekt „ImPULSe 2000“ darf der Entlebucher Kunstverein als das Herz einer Kulturregion gelten, dessen Impulse und Aktivitäten regelmässig eine Vielzahl von Menschen belebt und verbindet: In den letzten Jahren hat der Entlebucher Kunstverein mit grosser Umsicht, Kreativität und uneigennützigem Engagement ein Wirken entfaltet, das auch über das Entlebuch hinaus ausstrahlt.
2005 Terre Alta – Haus für
Geburt Frau Gesundheit
Oberkirch
als Förderung einer Initiative, die im heutigen gesellschafts- und gesundheitspolitischen Umfeld mutig ist, und in Anerkennung einer Praxis, weiche die Bedeutung sorgfältiger Lebens- und Lebensraumgestaltung betont just in einer Lebensphase, in der nicht nur der Mensch, sondern auch das Menschliche Gestalt annimmt.
2004 RomeroHaus Luzern in Anerkennung seiner 20-jährigen Bildungsarbeit, die in der Region Luzern und weit über sie hinaus Menschen auf ihrer Suche nach sinnvoller Lebens- und Lebensraumgestaltung bereichert und beeinflusst hat.
2003 Luzerner Tauschnetz als Förderung eines Projekts, das in einer von Geldwirtschaft und Konsum dominierten Gesellschaft eine wichtige konstruktive Alternative aufzeigt. Im Luzerner Tauschnetz werden Dienstleistungen getauscht und mit der Währung Zeit (statt mit Geld) bezahlt. Die im Aufbau begriffene Tauschorganisation, bisher von Freiwilligenarbeit getragen, hat zunehmend Erfolg und steht vor dem entscheidenden Schritt, sich zu institutionalisieren. 
2001  Cécile Malevez-Bründler in Anerkennung ihrer Pionierarbeit als Geburtsvorbereiterin – sie hat 1500 Eltern in der Zentralschweiz ermöglicht, die Geburt ihrer Kinder selbstbestimmt zu erleben – und ihres vielfältigen Engagements im Bereich Frau und Gesundheit.
  Ems Troxler-Bättig in Anerkennung ihres Einsatzes bei Gründung und Aufbau des Jugendtheaters in Willisau sowie der grossen Hintergrundarbeit, die sie für Jazzfestival und Theatergesellschaft Willisau leistet.
  Max Bütler in Anerkennung seines Einsatzes zugunsten von Naturschutz und Kulturförderung in der Gemeinde Ruswil, insbesondere als Gründer und Präsident der Stiftung zur Schaffung und Erhaltung naturnaher Lebensräume.
2000 Fabia und creadrom als Förderpreis eines Projekts, das in einem umstrittenen und zunehmend verhärteten gesellschaftspolitischen Umfeld ein wichtiges konstruktives Zeichen setzt. Die Integration von Ausländerinnen und Ausländern wird an einer zentralen biografischen Schwellensituation, nämlich beim Übergang vom Schul- ins Berufsleben, thematisiert und gefördert.
1999 Hedy Bühlmann als Förderpreis, um dem Projekt "Süd-Nord Milch" eine Fortsetzung zu ermöglichen und damit die Idee eines interkulturellen Dialogs zwischen Bäuerinnen aus dem Luzernbiet und Bäuerinnen aus dem Süden, namentlich aus Westafrika weiter zu fördern.
1998  Mani Planzer  in Anerkennung seines eigenständigen musikalischen Schaffens, das durch seinen Tod vor einem Jahr ein allzu frühes Ende gefunden hat.
Der Komponist und Bandleader Mani Planzer hat auf ausserordentlich vielfältige, gelegentlich provokative, stets produktive Art versucht, die Grenzen unserer Lebens- und Klangräume neu abzustecken. Es ist ihm gelungen, diese Räume tatsächlich zu erweitern, auf persönliche Weise zu füllen und ganz auszuschöpfen. Luzern ist ihm dabei immer wieder ein wichtiger Wirkungs- und Bezugsort gewesen.
Der Preis wird an den Verein auf Zeit Mani Planzer überreicht. Er soll dazu beitragen, die Anerkennung von Planzers Werk, das Verständnis für seine Absichten und Errungenschaften lebendig zu halten und zu vertiefen.
1996  Sepp Riedener In Anerkennung seines über 20-jährigen ausserordentlichen Engagements: mit seiner bedingungslosen Haltung hat er weit über die Stadt Luzern hinaus gewirkt und deutliche, unverzichtbare Spuren hinterlassen - gerade dort, wo Menschen, von der Gesellschaft alleingelassen, um ihr Überleben ringen. 
Als Vermittler zwischen Gasse und Gesellschaft hat er die Gasse gesellschaftsfähiger, die Gesellschaft solidarischer und damit den Lebensraum Luzern an seinen Rändern menschlicher gemacht.
1995  Team KIK-Kultur in Kriens für ein Projekt, das die Erfahrungen mit den erfolgreichen Kulturprogrammen "kulturhaft in..." an Initiativgruppen in anderen Gemeinden weiter vermittelt und sie zu ähnlichen Aktivitäten animiert.
  Verein Frauenstadtrundgang für die Ausarbeitung eines Stadtrundganges im Luzern – Jubiläumsjahr 1998, welcher die Sicht und die Stellung der Frauen in der Zeitspanne von 1798 bis 1848 besonders gewichtet.
1994  Verein pro Sempachersee für seinen langjährigen uneigennützigen Einsatz zur möglichst naturnahen Erhaltung des Sempachersees, seiner Ufer und seines Einzugsgebietes als Lebensraum für Mensch, Tier und Pflanze
  Dr. Rudolf Zihlmann in Anerkennung seiner Verdienste als Autor von Publikationen und als Anreger von Projekten, die das Bewusstsein für ökologische Anliegen im Lebensraum Luzern nachhaltig beeinflussen.
1993  Franz Müller
Idee-Artist
zur Förderung seines Projektes Gedankengänge im Luzerner Lebensraum
  Neuland
Forum für Ökologie
zur Förderung seines Projektes Ökologie an  Berufsschulen und Ethik – Erarbeitung eines Lehrmittels für den ökologischen Unterricht in der Lehrlingsausbildung
1992  Josi J. Meier in Anerkennung ihrer Verdienste um eine soziale und politische Kultur, die den Lebensraum Luzern lebenswert macht.
  Verein Luzerner Bio-Bauern in Anerkennung ihres Einsatzes für eine landwirtschaftliche Produktionsweise, die dem Lebensraum Luzern günstig ist.


Stiftung Luzern – Lebensraum für die Zukunft

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